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Saison 2016/2017
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23.04.2017 Landesklasse-Süd 8. Runde

Jänschwalde - Hosena (es ist vorbei)

Nachdem wir zum 7. Punktspiel in Potsdam erst gar nicht angetreten sind, hätten wir uns das Gastspiel in Peitz auch sparen können.

Mit 7 Spielern und völlig unmotiviert, zogen wir gegen die hier spielenden Jänschwalder mit 5,5 : 2,5 den Kürzeren.

Es bleibt zu hoffen, dass wir uns im letzten Spiel zu Hause gegen Hohenleipisch anständig verabschieden!

ML Daniel Richter

Ergebnisse

 

19.02.2017 Landesklasse-Süd 6. Runde

Hosena - Forster SC (mit dem Rücken zur Wand)

Im 6. Punktspiel der Saison sollten endlich die ersten Mannschaftspunkte her. Zum Opfer hatten wir den Forster SC auserkoren. Zwar hatten die Rosenstädter bereits 3 Punkte auf der Haben-Seite, mussten aber im letzten Jahr viele gute Spieler ziehen lassen. Natürlich verfügen sie immer noch über ein bärenstarkes Oberhaus, die hinteren Bretter schienen aber machbar. Hosena ging fast mit der Stammbesetzung ins Rennen. Leider fehlte wieder Stefan, einer unser Besten. Aber Johannes sagte zu und ich war mir sicher, dass heute seine Stunde schlägt. Die Absprachen waren klar, keine Remisen an den Brettern 5-8.

Nach einer Stunde sah es auch sehr gut aus. Vorne war noch nichts passiert, Marco hatte schon einen Bauern mehr, Jürgen mit Weiß einen vielversprechenden Angriff am Laufen, Stephan und Johannes spielten die Eröffnungen ruhig und solide. Nur Rainer stand bereits sehr passiv. Sein Gegner konnte mit Schwarz spielend einen zentralen Springer-Vorposten auf e4 installieren und bereitete einen Königsangriff vor. Im Londoner-System (glaube ich) schiebt eigentlich Weiß seinen Bauern von e3 nach e4 und hat auf e5 ein schönes Springer-Plätzchen. Schwarz war aber irgendwie schneller und stand Ausgangs der Eröffnung riesig.

Knapp 1 Stunde später gab es dann die ersten Resultate. Johannes am 8. Brett und Stephan eins davor, nahmen doch die Punkteteilungen an. Nachdem sie die 1. Offerte noch ablehnten, verflachten nun beide Stellungen ins Endspiel, wobei die größeren Chancen bei den Gegnern lagen. Für Johannes freut mich der halbe Punkt besonders. Das wird ihm hoffentlich Spaß und Mut für die weiteren Spiele geben.

Danach bot ich meinem Gegner das Remis an, wohlwissend das sich SF Zeihser auch gern mal damit zufrieden gibt. Im Königsinder hatte ich gerade mit f5 etwas Pfeffer in die Partie gestreut. Praktisch hat Weiß damit keine Probleme, ich muss im Weiteren ganz genau spielen. Oder doch nicht, denn mein Gegner, wer hätte das gedacht, nahm das Angebot an. Nicht das schlechteste Ergebnis mit Schwarz am 1. Brett, dachte ich.

Kurz darauf, freute sich Jürgens Gegner am 6. Brett wie ein Schneekönig. Auch hier rauchten die Friedenspfeifen. Dabei war Jürgen die ganze Zeit am Drücker. Er hatte mit Weiß so eine prächtige Stellung erreicht, verhinderte die schwarze Rochade und begann den finalen Schlag. Irgendwie kam Luft in seine Aktionen und er ging mit einem Mehrbauern ins Schwerfiguren-Endspiel. "Naja und wenn der ML Remis schiebt, warum soll ich das nicht auch..." Es wundert mich nur, weshalb er mich vor dem Remisschluß befragte.

Zwischenstand 2:2

Marco stand sehr gut, Rainer und Mathias hatten einen schweren Stand. Bei Ottmar am 2. Brett schien alles möglich. Nachdem sein Gegner etwas leichtsinnig kurz rochierte, konnte Ottmar mit Dame und Springer auf h7 eindringen und den Bauern auf g7 gewinnen. Leider hatte er keine Verstärkung in petto, da sich die Türme abtauschten. Die Stellung war schwer einzuschätzen und Ottmar rechnete den Verlauf sehr tief und kam zu der Meinung, dass der gegnerische Springer zu viele eigene Bauern abgrasen kann. Also Remis durch Dauerschach!

Kurz zuvor musste Rainer die Segel streichen. Er versuchte noch durch ein Springer-Opfer (für 2 Bauern), den gegnerischen Angriff abzufedern. Sein Gegenüber lies aber nichts mehr anbrennen.

Diesen Rückstand konnte Marco wieder wett machen. Er spielte eine saubere Partie und lies sie durch ein kleines Schmankerl ausklingen:

 

 

Weiß hatte gerade den Bauern auf e4 geschlagen und hoffte auf ein Dauerschach. Doch es folgte f5 und Schwarz gab sich geschlagen. Nach Dxf5 und g6, kann die schwarze Dame erfolgreich auf der h8-a1 Diagonale den eigenen König verteidigen. Das muss man einige Züge zuvor auch erst mal sehen!

Vor der letzten Entscheidung stand es also 3,5 : 3,5. Da Mathias an 3 aber bereits auf verlorenem Posten stand, hielt sich die Hoffnung auf die ersten Mannschaftspunkte in Grenzen. Ebenfalls im Königsinder suchte Mathse, der sich nach einer Nachtschicht ans Brett setzte, sein Heil am Damenflügel, verlor aber zeitig einen Bauern und begann im Trüben zu fischen. Schachfreund Heinze sah alle Trickversuche und wickelte in ein gewonnenes Endspiel ab. Nach fast 4 Stunden stand unsere 6. Niederlage in Folge fest.

Fazit: Mit dem Rücken zur Wand spielt es sich nicht besonders einfach. Die Unsicherheit ist spürbar. Jeder versucht erst mal für sich, eine vernünftige Leistung zu bringen. Eigentlich sind Mannschaftssiege dann die realistische Folge. Mathias und Rainer kann keiner einen Vorwurf machen, sie haben es zumindest versucht. Es waren wieder zu viele Punkteteilungen. Erhöht man aber das Risiko, gehen Partien auch schnell verloren. (siehe Stephan und Daniel in Falkenberg) Es hilft nichts, in 4 Wochen greifen wir in Potsdam wieder an. Aber nur vollzählig!

ML Daniel Richter

 

Zwischenstand nach der 6. Runde
Platz Mannschaft S R V Man.Pkt. Brt.Pkt Berl.Wrt.
1   ESV Lok Falkenberg I 6 0 0 12 31.5 143
2   ESV Lok Raw Cottbus II 5 0 1 10 31 128
3   Schachclub Senioren Cottbus I 4 0 2 8 29 131
4   USV Potsdam III 4 0 2 8 27.5 119.5
5   Potsdamer SV Mitte II 3 1 2 7 26 111
6   Sportverein Senftenberg 2 1 3 5 25 120.5
7   Forster Schachclub 95 2 1 3 5 18.5 92
8   Hohenleipischer SV Lok I 2 0 4 4 22.5 109
9   BSV-KW Jänschwalde 94 0 1 5 1 17 68
10   SV Blau-Gelb 1899 Hosena 0 0 6 0 12 58

 

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Marco rechts am 5.Brett unsere Bretter 4-1
"mit dem Rücken zur Wand" (bzw. Vitrine) Marco kommt in Schwung!
Mathias links kurz nach der Partie  

05.02.2017 Landesklasse-Süd 5.Runde

Lok Falkenberg - Hosena (schlimmer geht immer)

Hosena hat sich den nächsten Klatsch völlig zurecht beim Spitzenreiter abgeholt. Mit einem Mann weniger, vielen Absagen im Vorfeld, richtig frustriert und völlig illusionsfrei fuhren wir in die Eisenbahnerstadt. Das stimmt mich sehr traurig, da sich eine lange Tradion im Eiltempo verabschiedet.

Den Ehrenpunkt holte Marco verdient am 5.Brett. Rainer an 4 steuerte einen halben Zähler bei, nachdem im Turmendspiel nicht mehr viel los war. Die restlichen Partien gingen allesamt, mehr oder weniger zurecht, verloren. Mike am 8. Brett verschwähte ein Dauerschach und Stephan an 7 lehnte sogar ein Remisangebot ab. Jürgen an 6 und Ottmar an 2 hielten zum Anfang gut dagegen, verloren aber beim Übergang ins Mittelspiel den Faden und Daniel am 1. Brett spielte auf Krawall, hatte den richtigen Plan im Königsangriff, übersah aber einen Zwischenzug und versäumte es danach zum richtigen Zeitpunkt aufzugeben.

Endstand 6,5 : 1,5

In 2 Wochen geht es gegen Forst. Ich will gar nicht von Abstiegsduell sprechen, denn eigentlich haben wir als Mannschaft bereits aufgegeben. Aber solange wir noch Sonntag für Sonntag antreten, gebe ich die Hoffnung nicht auf.

ML Daniel Richter

 

Zwischenstand nach der 5. Runde
Platz Mannschaft S R V Man.Pkt. Brt.Pkt Berl.Wrt.
1   ESV Lok Falkenberg I 5 0 0 10 26.5 119
2   Schachclub Senioren Cottbus I 4 0 1 8 26 116
3   ESV Lok Raw Cottbus II 4 0 1 8 26 107
4   USV Potsdam III 3 0 2 6 23 104
5   Potsdamer SV Mitte II 3 0 2 6 22 93
6   Sportverein Senftenberg 2 1 2 5 21.5 100
7   Hohenleipischer SV Lok I 2 0 3 4 19.5 97
8   Forster Schachclub 95 1 1 3 3 14 70.5
9   BSV-KW Jänschwalde 94 0 0 5 0 13 50
10   SV Blau-Gelb 1899 Hosena 0 0 5 0 8.5 43.5
 

 

 

15.01.2017 Landesklasse-Süd 4.Runde

Hosena - SV Senftenberg 2:6

Es ist Sonnabend 18.00 und es ist Party-Zeit. Ein guter Kumpel gegenüber fährt für 60 Leute mal wieder alles auf. Gutes Essen, Trinken, Spitzen-Musik, Jubel, Trubel, Heiterkeit. Der Termin steht schon lange. Um 23.00 ist die Stimmung auf dem Höhepunkt. Aber Moment mal, da war doch noch was…? Richtig, morgen früh steht ein Schach-Punktspiel auf dem Programm. Gar nicht lange überlegen, ob ich noch ein Bierchen kann, Tschüß und weg. Das versteht von den Anwesenden sowieso keiner, aber ich weiß es und ihr ganz sicher auch: am wichtigsten vor dem Spiel ist ausreichend Schlaf!

Zumindest hatten wir am Sonntag ein Heimspiel, so dass alle etwas länger im Bett bleiben konnten. Auch unsere Gegner vom SV Senftenberg, sind wir doch nun länger schon eine Stadt. Unsere Aufstellung gestaltete sich wieder sehr schwierig, da fast die halbe Stamm-Mannschaft krankheitsbedingt ausfiel. Ottmar, Stefan und Stephan mussten passen. Das war die Chance mal wieder für Johannes und Norman Spielpraxis zu sammeln. Außerdem war mein Bruder Enrico zufällig in der Heimat und setzte sich nach 7 Jahren ohne Wettkampf-Partie wieder ans Brett.

Leider klappte das mit dem Sammeln von Erfahrungen bei Johannes am 6.Brett und Norman eins dahinter nicht wirklich. Bereits nach 2 bzw. 2,5 Stunden gingen beide Partien verloren. Johannes patze bereits in der Eröffnung und verlor ganz einfach einen Turm. Norman verteidigte sich anfangs ganz gut, kam mit einem Minus-Bauern ins Endspiel, welches er aber gegen SF Kottke nicht halten konnte.

Kurz danach remisierte Marco an 4 gegen seinen früheren Trainer Manfred Müller. Die Stellung war ausgeglichen, das Remis in Ordnung.

Bei Jürgen am 5.Brett brannte das Brett. Sehr ungewöhnlich für ihn. Wilde Kombinationen ließen beim Kiebitzen kaum ein Resultat vermuten. Dann war doch schon Schluss und Jürgen verlies das Spiellokal, ohne sich zu verabschieden. Nach 3 Stunden stand es damit 3,5 gegen uns. 4 Partien liefen noch.

Bei meinem Bruder Enrico am 8.Brett sah alles gut aus. Er spielte Damengambit, was er sich den Abend zuvor angeschaut hatte. Eigentlich spielt er aus dem Bauch heraus, mit Gefühl. Ausgangs der Eröffnung hatte er etwas Vorteil und erarbeitete sich einen zentralen Freibauern. Aber es ging nicht so recht weiter. Einige Züge später, teilweise um abzuwarten, erreichte er folgende (Gewinn)stellung:

 

 

Doch dann der Patzer, Blackout nach 7 Jahren ohne ernsthafte Partie und mit sicherem Gefühl des Sieges?

27. De3?? - Dxe3

28. fxe3 - Sd2?? Richtige Idee, falsche Ausführung, da der d-Bauer nun läuft.

Sd6! gewinnt den Läufer und ganz sicher auch die Partie.

 

 

Zum Glück spielte sein Gegner Sd2 und der erste volle Punkt war nur noch Formsache. Hände hochgerissen, Erleichterung aber mit einem blauen Auge. Ich fands super! Und es sah auf einmal gar nicht mehr so schlecht aus.

Mathias ans 2.Brett gerutscht, spielte mit Weiß im Sizilianer voll auf Königsangriff und Schwarz hatte kaum noch Gegenspiel. Ein Brett dahinter rollten Rainers Bauern im Zentrum nach vorne und Weiß stand plötzlich mit dem Rücken zur Wand. Am 1.Brett hatte ich es, wie bei der KEM im März, mit dem besten Senftenberger Jens Schneider zu tun. Wie erwartet kam 1. Sc3 und die Partie ähnelte der Vorgänger-Partie. Mit Lg5 und im weiteren Lxf6 – gxf6 kam aber eine ganz andere Partie zu Stande. Mein Rechner gab in der heimischen Vorbereitung grünes Licht in diesem Abspiel und ich hatte auch kaum Schwierigkeiten.

 

 

Doch nach Sc6 kamen dunkle Wolken auf und ich verbrauchte viel Zeit um meine Stellung irgendwie zusammenzuhalten.

Bei Rainer geriet der Angriff aber ins Stocken, nachdem Weiß einen Teil der Schwerfiguren tauschen konnte. Ein Bauer ging verloren und trotz ungleichfarbiger Läufer musste Rainer die Waffen strecken. Schade, denn ein Remis war hier sicher verdient.

Am 2.Brett holte SF Lange wie aus dem Nichts zum großen Gegenschlag aus und hatte auch Erfolg damit. Ein Fehler von Mathias reichte und die Partie war (fast) hin. Wenn er ruhig seinen Angriff weiterspielt und sich vorab mit 1-2 Zügen hinten absichert, sehe ich nicht, wie Schwarz die Partie halten kann. Mir erging es aber vor ein paar Jahren ebenso gegen Peter. Das zeigt seine großen Konter-Qualitäten. Damit waren nach über 4 Stunden die Messen gesungen: 5,5 gegen uns.

Einzig ich musste mich noch quälen und verteidigen. Die Bedenkzeit wurde bei uns beiden knapper, es kam zum Blitzen von ca. 7-8 Zügen vor der Zeitkontrolle. Danach stand ein Damenendspiel mit ein paar Bauern auf dem Brett, nur hatte ich einen Soldaten weniger. Die Uhr tickte wieder runter und wir beide spielten sicher nicht mehr genau. Mit Glück fand ich wahrscheinlich gute und unangenehme Damenzüge und mit Unterstützung der Bauern ging es nach 4 ¾ Stunden ins Dauerschach. Endstand 2:6

 

 

Endstellung nach 48. gxh5 - Dg5+

                         49. Kf2 - Dh4+

                         50. Kg2 - Dg5+ 

 

Alle sind danach gut nach Hause gekommen, was bei den Straßenverhältnissen nicht so einfach war. Auch Enrico, der nach München zurückmusste. Ich bin gespannt, wann er wieder für uns aufläuft. In 3 Wochen geht es zum Tabellenführer nach Falkenberg und am Sonnabend zuvor ist wieder eine große Party angekündigt…

 

Zwischenstand nach der 4. Runde
Platz Mannschaft S R V Man.Pkt. Brt.Pkt Berl.Wrt.
1   ESV Lok Falkenberg I 4 0 0 8 20 89.5
2   USV Potsdam III 3 0 1 6 21 93.5
3   Schachclub Senioren Cottbus I 3 0 1 6 20 86.5
4   ESV Lok Raw Cottbus II 3 0 1 6 20 81.5
5   Sportverein Senftenberg 2 1 1 5 18 88.5
6   Potsdamer SV Mitte II 2 0 2 4 16 67.5
7   Forster Schachclub 95 1 1 2 3 12 60
8   Hohenleipischer SV Lok I 1 0 3 2 15 72.5
9   BSV-KW Jänschwalde 94 0 0 4 0 11 43.5
10   SV Blau-Gelb 1899 Hosena 0 0 4 0 7 37
 

04.12.2016 Landesklasse-Süd 3.Runde

RAW Cottbus II - Hosena

Zum zweiten mal begegneten sich die Mannschaften dieses Jahr. Ging das Match im Februar mit 3:5 noch relativ knapp verloren, waren die Vorzeichen diesmal weitaus schlechter. Stefan und Stephan fielen aus. Viele weitere Schachfreunde meldeten sich verhindert. Also nahmen wir den Wettkampf mit 7 Spielern an.

Ich staunte nicht schlecht, dass ich nicht gegen den anwesenden Schachfreund Jentzsch am 1.Brett spielen durfte. Dieser gönnte sich als Mannschaftsleiter eine Pause und nach ausgiebiger Einleitung gab er die Bretter frei. Luxus auf der einen Seite und Frust auf der anderen.

1. Brett Daniel: Zu gern hätte ich gegen meinen alten Schachfreund Sven Hering die Klingen gekreuzt. Ich glaube vor ca. 25 Jahren haben wir zum letzten mal gegeneinander als Schüler gespielt. Zum Glück hatte ich mir auch was gegen SF Jentzsch und Toni Schulz angeschaut. Sogar die Partie gegen Alex Franzke hatte ich auf dem Schirm. Gegen Skandinavisch hatte ich stets das bequemere Spiel, musste aber natürlich auf kleine Nadelstiche gefasst sein. Durch Ungenauigkeinen von Schwarz in der Eröffnung und einigen Fehlern war bereits nach 19 Zügen Schluß.

 

 

Stellung nach Dxd6

 

2. Brett Ottmar: Leider hat er im Moment, wie er selber sagt, nicht den Nerv auf großartiges Schach. Es läuft nicht viel zusammen. Gegen den nominell stärksten Cottbuser spielte er gegen seine "eigene Eröffnung". Ein Einsteller in der Eröffnung nach ca. 1h und 15 Minuten brachte bereits die Entscheidung.

3. Brett Mathias: Er hatte sich so viel vorgenommen. Die Mannschaft entschied sich sogar aufzurutschen, um an den Brettern 3, 5 und 7 mit den weißen Farben was zu reißen. Ich sah auch Vorteile bei Mathse und nachdem Schwarz (im 19. Zug glaube ich) f5 zieht, wähnte ich Mathias auf der Siegerstraße. Der Zug "musste" einfach zu übermotiviert gewesen sein und hinterläßt zu viele Schwächen im schwarzen Lager. 5 Minuten und 5 Züge später (ich konnte es gar nicht fassen) hatte Mathse die Partie weggeschmissen. Warum schaut er nicht in die Partie rein und lässt sich Zeit? Gut, 45 Minuten pro Zug wie ich manchmal, muss auch nicht sein. Aber mit 10 oder 15 Minuten pro Zug wäre sicher mehr drin gewesen.

4. Brett Rainer: Er wollte die schwarzen Steine und ich konnte seine Taktik erkennen: abwarten und Kaffee trinken. Nachdem in den vergangenen Spielen einige forsche Weiß-Varianten daneben gingen, war Sicherheit das oberste Gebot. Das klappte super, Weiß zwar etwas optisch aktiver, riskierte zuviel und lief in den sich abzeichnenden Konter.

 

Partie: Grossmann - Trautz

 

5. Brett Marco: Gestern auf dem Weihnachtsmarkt war die Welt noch in Ordnung. Lecker weißer Glühwein und war da nicht einer unser verletzten Spieler...? Naja, euer ML kennt das ja und hatte die Hilfe gegen Kopf-Aua in der Hosentasche. Schachlich war das dann mit Weiß nicht wirklich prickelnd. Nach frühem Damentausch war Marco um aktives Spiel bemüht. Die Bauern am Damenflügel setzten ihm aber gehörig zu. Einer schaffte es bis auf b3 und nach großem Schlagabtausch ergab sich ein Endspiel mit Minusbauern. Marco versuchte zu schwindeln, musste aber das schönste Matt an diesem Tag zulassen.

6. Brett Jürgen: Jürgen hat die Schnau... voll. Seine letzte Saison. In seinem 2. Saisonspiel überrollte ihn eine Bauernwalze. Sehr früh hatte er das Läuferpaar gegen sich und verteidigte sich zu passiv. Die Bauern auf c4, d4, e5 und f4 mit Unterstützung sämtlicher Schwer- und Leichtfiguren ließen kein anderes Ergebnis zu. Ob ich ihn umstimmen kann?

7. Brett Mike: Begegnet man Mike in seinem geliebten Colle mit g6 und Lg7 stehen die Flaggen schon mal auf Halbmast. Kommt dann noch ein Gegenstoß im Zentrum, ist guter Rat teuer. Abtauch vieler Figuren und Remis nach ca. 3 Stunden.

8. Brett unbesetzt

Endstand 2,5 : 5,5 für RAW.

Somit verbleibt Hosena am Tabellenende, aber mit Tuchfühlung bis auf Platz 7. Es zeichnet sich eine Zweiklassengesellschaft in der Landesklasse-Süd ab. Unsere wichtigsten Spiele kommen noch...

ML Daniel Richter

 

Zwischenstand nach der 3. Runde
Platz Mannschaft S R V Man.Pkt. Brt.Pkt Berl.Wrt.
1   USV Potsdam III 3 0 0 6 18.5 78
2   ESV Lok Falkenberg I 3 0 0 6 15.5 69.5
3   ESV Lok Raw Cottbus II 2 0 1 4 15 61.5
4   Schachclub Senioren Cottbus I 2 0 1 4 14.5 66
5   Potsdamer SV Mitte II 2 0 1 4 12.5 51.5
6   Sportverein Senftenberg 1 1 1 3 12 60
7   Hohenleipischer SV Lok I 1 0 2 2 12 56.5
8   Forster Schachclub 95 0 1 2 1 7.5 38
9   BSV-KW Jänschwalde 94 0 0 3 0 7.5 29.5
10   SV Blau-Gelb 1899 Hosena 0 0 3 0 5 29.5
 

 

 

20.11.2016 Landesklasse-Süd 2.Runde

Hosena - Schachclub Senioren Cottbus I

Die nächsten Punktspiele und Spieleabende werden wegweisend sein. Damit meine ich nicht die laufende Saison, sondern betrachte unsere Abteilung im Gesamten. Zuviel Lustlosigkeit und Desinteresse unter unseren Schachfreunden macht sich breit. Um ehrlich zu sein, kann ich meine Enttäuschung gar nicht richtig in Worte fassen. Und das schlimme daran ist, dass ich mich anstecken lasse.

Zuerst möchte ich mich mal für meinen Egoismus entschuldigen, unbedingt Schach spielen zu wollen. Man hätte den ersten Punktspiel-Sonntag auch besser verbringen können, als aussichtslos nach Potsdam zu reisen, nur um sich die Niederlage bestätigen zu lassen.

Zum 2. Spieltag in der Landesklasse-Süd: Zu Gast waren die Schachsenioren aus Cottbus. Eine sehr spielstarke und nicht ganz so alte Truppe wie man dem Namen nach vermuten könnte. Schach-Jungsenioren ab 55 Jahre sind dort spielberechtigt. Das etatmäßige 2. Brett fehlte bei unseren Gästen, wie bei uns Stefan an 3.

Sollte ein Spieler von den ersten 8 Brettern ausfallen, hat Johannes eine Einsatzgarantie. Er begann seine Sache auch vernünftig, spielte ruhig und langsam und laut seinem Gegner sah er auch alle kombinatorischen Angriffsversuche. Ausgangs der Eröffnung unterlief ihm dann doch ein Fehler und die Partie war nach 2 Stunden beendet.

Vielversprechend sah eigentlich die Partie von Stephan am 7.Brett aus. Doch aus mir nicht bekannten Gründen hatte er Probleme mit der Zeiteinteilung und im 24. Zug fiel das Blättchen. Zwischenstand 0:2.

Kurz zuvor gab es ein Blitzduell zwischen Mathias an 3 und seinem Gegner, bei dem Mathias plötzlich innehielt. Die Partie hatte königsindische Strukturen und ein Kampf am Damenflügel entbrannte. Aber statt aus der Kombi mit einer Mehr-Qualität heraus zu gehen, hatte Mathse plötzlich eine Leichtfigur weniger. Er kämpfte stark erkältet weiter.

Ottmar neben mir spielte sein gewohntes Londoner System. Schwarz brachte d5, gab e5 auf und erhoffte sich ein Bauernspiel am Damenflügel. Ottmar ging dagegen mit f4 vor und es entstand eine zweischneidige Stellung. Als Schwarz mit Turm und Dame auf die 2. Reihe gelang, ging es langsam bergab.

Kurz danach gab es ein Remis von Jürgen am 6. Brett. Die 2-jährige Spielpause merkte man ihm zunächst nicht an. Er kam anständig aus seinem „Colle“ raus mit guten Chancen im Zentrum und am Königsflügel. Durch eine Unachtsamkeit verlor er einen Turm, bekam einen Läufer dafür. Sein Gegner hatte aber keinen Plan, wie er diesen Vorteil verwerten kann und so einigten sich beide nach ca. 3 Stunden auf Remis. Wie stark musste seine Stellung vor dem Patzer wohl gewesen sein? Schade! Zwischenstand 0,5:3,5.

Am 4. Brett lehnte Rainer ein Remis-Angebot wegen des Rückstandes der Mannschaft ab, obwohl er da schon etwas verdächtig stand. Auch er meinte (wie ich) sein Läufer wäre besser wie der gegnerische Springer. Mit Blick auf die anderen Bretter hätte er getrost annehmen können. Mathias stand klar auf Verlust, Marco ausgeglichen und ich war nur am Verteidigen. Aber Hoffnung und Kämpferherz sind Motivation genug.

Die Hoffnung auf Gewinn hatte ich nicht mehr und nahm nach ca. 3,5 Stunden das Remis an. Die kurze Analyse und „Fritz“ zu Hause bestätigten zwar den Ausgleich, aber auch das angenehmere Spiel für mich. Ich konnte den Schalter vom Verteidigungsmodus nicht umlegen. Im Königsinder mit fianchettierten Läufern hatte Weiß mehr Raum und die d und c-Linie unter Kontrolle. Die Säbel rasselten und ich machte mich auf eine Abwehrschlacht gefasst, bot zwischendurch mal Remis und harte dem aus, was da über mich kommen möge. Doch als ich alle Schwerfiguren vom Brett tauschen konnte, hatte Weiß höchsten noch einen Löffel zum Topf schlagen. 1:4

 

 

24. b4-b5 und Remis-Angebot (Wie ist die Stellung nach Sd4 einzuschätzen?)

 

Nur Minuten später meldete auch Marco am 5. Brett sein Unentschieden. Kein Durchkommen auf beiden Seiten. Zum Spielverlauf kann ich gar nichts sagen. Es sah immer remislich aus.

Dann bestätigte sich Rainers Hoffnung, in Form des besseren Läufers, leider nicht. Schwarz pflanze seinen Springer auf e5 ein und regierte die Brettmitte. Es ging ein Bauer flöten, der letzte Turm vom Brett und Schwarz hatte keine Schwierigkeiten den vollen Punkt zu erreichen. Rainer wählte in der (Lasker-Pelikan?)-Variante im e5-Sizilianer mit 8. Dc7 ein sehr seltenes und zweischneidiges Abspiel.

 

 

Schwarz kannte sich aber gut aus und lies sich nicht überraschen:

Stellung nach 23. ... Se5

 

 


Partie: Rainer Trautz - Andreas Gensch

 


Rainer setzte dann alles auf eine Karte und die schlechte gegnerische Zeit und wollte einfach zu viel.

Nach über 4 Stunden quälte sich Mathias immer noch in seiner hoffnungslosen Partie. Mit Mehrfigur ließ sich SF Bennewitz die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Ein letztes Remis-Angebot brachte dann wenigstens noch ein Lächeln auf die doch so angespannten Gesichter. Endstand 1,5:6,5 für den SSC.

Danach gab es keine Analyse mehr, kein „nach dem Schachwettkampf“ - Blitz, Kaffee oder Bierchen. Die meisten Schachfreunde waren sofort nach der Partie verschwunden. Auch wenn viele am Schach-Sonntag, der ja nur alle 3-4 Wochen von Oktober bis April ansteht, etwas vorhaben - Zusammenhalt sieht anders aus. Aber bereits in 2 Wochen geht es wieder gegen eine Cottbuser Mannschaft. Wir fahren zur 2. Vertretung von RAW. Aber leider am 2. Advent…

aktuelle Ergebnisse

Bilder

 

Platz Mannschaft S R V Man.Pkt. Brt.Pkt Berl.Wrt.
1   USV Potsdam III 2 0 0 4 13 54
2   Potsdamer SV Mitte II 2 0 0 4 9 43
3   ESV Lok Falkenberg I 2 0 0 4 9 41
4   Schachclub Senioren Cottbus I 1 0 1 2 10 45
5   ESV Lok Raw Cottbus II 1 0 1 2 9.5 39.5
6   Hohenleipischer SV Lok I 1 0 1 2 8.5 41.5
7   Sportverein Senftenberg 0 1 1 1 7.5 32.5
8   Forster Schachclub 95 0 1 1 1 6 30.5
9   BSV-KW Jänschwalde 94 0 0 2 0 5 17.5
10   SV Blau-Gelb 1899 Hosena 0 0 2 0 2.5 15.5
 

ML DR

 

09.10.2016 Landesklasse-Süd 1.Runde

USV Potsdam III - Hosena

In der 1. Runde unterlagen die Blau-Gelben zu fünft beim USV Potsdam mit 1:7.

aktuelle Ergebnisse

 

Zwischenstand nach der 1. Runde
Platz Mannschaft S R V Man.Pkt. Brt.Pkt Berl.Wrt.
1   USV Potsdam III 1 0 0 2 7 28
2   Hohenleipischer SV Lok I 1 0 0 2 6.5 31.5
3   ESV Lok Raw Cottbus II 1 0 0 2 6 27
4   Potsdamer SV Mitte II 1 0 0 2 4.5 19.5
5   ESV Lok Falkenberg I 1 0 0 2 4.5 18
6   Sportverein Senftenberg 0 0 1 0 3.5 18
7   Schachclub Senioren Cottbus I 0 0 1 0 3.5 16.5
8   Forster Schachclub 95 0 0 1 0 2 9
9   BSV-KW Jänschwalde 94 0 0 1 0 1.5 4.5
10   SV Blau-Gelb 1899 Hosena 0 0 1 0 1 8